Andalusien
Al-Andalus nannten die Mauren das im Jahre 711 von ihnen eroberte
Südspanien. Es wird auch mit 'Land des Lichts' übersetzt, weil Licht auf Spanisch 'luz' heißt. Künstler und Dichter haben dieses intensive andalusische Licht besungen. Es lässt die kleinen weißen Dörfer, die sich an Felshänge klammern und an deren höchstem Punkt immer eine Kirche steht, manchmal so sehr leuchten, dass es das Auge kaum erträgt und bringt die schneebedeckte
Sierra Nevada bei Sonnenuntergang zum Glühen.
Eine typisch andalusische Landschaft gibt es nicht, sagt der zeitgenössische Schriftsteller Antonio Muñoz Molina. Statt dessen beschreibt er eine Vielfalt von Sinneseindrücken: Andalusien, das ist der Sumpf und die Wüste, ewiger Schnee und tropische Zuckerrohrfelder, der feuchte, bläuliche Nebel an der Küste von Cádiz und die wahnwitzige Helligkeit von Almería, die schwarze Erde des Guadalquivir und die rote Erde des Guadalimar, die grenzenlose Ausbreitung der Olivenhaine und Steppen von Jaén ...
Die
andalusische Küche ist durch das vorherrschende Klima überwiegend sehr leicht und dadurch gut verträglich. Besonders bekannt für diese Region ist die Gazpacho - eine kalte Gemüsesuppe.
Eine Reise durch Andalusien lohnt sich alleine schon wegen der regional sehr unterschiedlich geprägten
Kochkultur. So kann man in der Hauptstadt Sevilla von einer gut häuslichen Küche sprechen, welche sich auf Gerichte wie Eier nach flämischer Art, gefüllte wilde Artischocken und kalte Tomatensuppe spezialisiert.
In anderen Regionen sind wiederum Gerichte wie gebackener Fisch nicht mehr von der Speisekarte wegzudenken.
Als Grundlage für alle
traditionellen Rezepte gelten die Gemüsesorten Bohnen, Artischocken und Auberginen.
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